L´TUR

Einfach günstiger Bahn fahren

Bild des Fernbahnhof Atocha. Foto: Frank Straeter

Mit der Bahn günstig nach Frankfurt

Mit dem Spar-Preis-Ticket nach Frankfurt am Main? Mit etwas Bahnverstand auf der letzten Meile geht das auch zu Messezeiten.

Spartickets sind von Natur aus knapp. Knapper als knapp sind sie zu Messezeiten – da kennt man in der Regel höchstens einen, der einen kennt, der noch eins bekommen hat.
Trotzdem sollte man die Flinte nicht gleich ins Korn werfen. Im Gegenteil: Folgt man nicht den Hauptverbindungswegen, sondern alternativen Routen oder kombiniert Fern- mit Nahverkehrstickets, steigen die Chancen für eine günstige Anreise sprunghaft an. Das gilt vor allem für die Rhein-Main-Region, die über viele Strecken an den Fernverkehr angeschlossen ist.

Das setzt allerdings voraus, dass man bei der Online-Buchung die detaillierte Suchmaske nutzt, weil man dort den Verlauf der Strecke vorgeben kann und Nah- mit Fernverkehrsangeboten kombinieren kann.

Reisende aus Richtung Basel / Freiburg können zum Beispiel zwischen drei Routen bzw. Zielen wählen: Frankfurt Hbf, Frankfurt Flughafen und Mainz. Vom Flughafen geht es dann mit der S-Bahn Richtung Stadtmitte/Messe weiter, von Mainz aus mit der S-Bahn oder Regionalzügen. Flughafen und City sind zwar nur wenige Kilometer voneinander entfernt, aber am Airport halten eben auch viele IC/EC/ICE-Züge auf dem Weg Richtung Köln, Dortmund oder Amsterdam – was die Chance, doch ein Sparticket zu ergattern, erheblich verbessert. Für Mainz gilt Ähnliches, nur mit anderen Zügen, die dann am Rhein entlang weiter Richtung Köln fahren.

Für Reisende aus Richtung Hamburg bzw. Berlin/Magdeburg wird die letzte Meile zwischen Fulda und Frankfurt oft zum Nadelöhr. Sind mal wieder alle Sparpreis-Tickets ausverkauft, lohnt es sich oft, ab Fulda mit dem Nahverkehr weiter zu fahren. Das dauert zwar knapp 25 Minuten länger, spart mitunter aber bares Geld. Mitunter kann sich auch ein Schlenker über Würzburg lohnen: Von Fulda dauert die Fahrt nur 31 Minuten – und von Würzburg braucht der ICE ebenso lange nach Frankfurt wie von Fulda aus.

Für Reisende aus Richtung Salzburg/München gilt dasselbe – nur umgekehrt. Hier wird die letzte Meile zwischen Würzburg und Frankfurt oft zum Nadelöhr. Sind mal wieder alle Sparpreis-Tickets ausverkauft, lohnt es sich oft, ab Würzburg mit dem IC oder dem Nahverkehr weiter zu fahren. Das dauert zwar rund 40 Minuten länger, spart mitunter aber bares Geld. Unter Umständen lohnt sich auch ein Schlenker über Fulda: Von Würzburg dauert die Fahrt nur 31 Minuten – und von Fulda braucht der ICE ebenso lange nach Frankfurt wie von Würzburg aus.

Reisende aus Richtung Dortmund haben keine Wahl: Gibt es im ICE über Köln/Siegburg keine Sparpreise mehr, bleiben nur noch die IC/EC-Verbindungen durch das Rheintal. Und mit ihnen dauert die Fahrt statt 2,5 Stunden gern mal zwischen 3,5 und 4,5 Stunden. Da fährt man besser gleich mit den Nahverkehr (die schnellste Verbindung dauert 4:12 Stunden), kauft das Quer-durchs-Land-Ticket und fährt dann mit fünf Leuten für schlappe 66 Euro nach Frankfurt.