L´TUR

Einfach günstiger Bahn fahren

Bild des Fernbahnhof Atocha. Foto: Frank Straeter

Mit der Bahn günstig nach München

Mit dem Spar-Preis-Ticket nach München? Mit etwas Bahnverstand kann das auch gelingen, wenn gerade Messe ist.

Spartickets sind von Natur aus knapp. Knapper als knapp sind sie zu Messezeiten – da kennt man in der Regel höchstens einen, der einen kennt, der noch eins bekommen hat.
Trotzdem sollte man die Flinte nicht gleich ins Korn werfen. Im Gegenteil: Folgt man nicht den Hauptverbindungswegen, sondern alternativen Routen oder kombiniert Fern- mit Nahverkehrstickets, steigen die Chancen für eine günstige Anreise sprunghaft an. Das gilt auch für den Großraum München, obwohl er nur über zwei Magistralen an den Fernverkehr angeschlossen ist: via Stuttgart – Ulm – Augsburg und via Nürnberg – Ingolstadt.

Das setzt allerdings voraus, dass man bei der Online-Buchung die detaillierte Suchmaske nutzt, weil man dort den Verlauf der Strecke vorgeben kann und Nah- mit Fernverkehrsangeboten kombinieren kann.

Sobald Reisende aus Richtung Hamburg / Berlin keine Tickets für die Direktverbindung nach München bekommen, kommt der Bahnhof Nürnberg mit den Umstiegsmöglichkeiten in andere ICE-Züge oder aber in den Nahverkehr ins Spiel. Denn auf der recht jungen Neubaustrecke via Nürnberg – Ingolstadt – München sind nicht nur die aus Frankfurt kommenden ICEs unterwegs, sondern auch 200 km/h schnelle Regional-Express-Züge – und die sind auf der Strecke gerade mal 30 Minuten langsamer.

Reisende aus Richtung Dresden können sich den ICE gleich schenken: Er ist nur unwesentliche schneller als die Verbindung mit dem RegionalExpress und das zusätzliche Geld meistens nicht wert.