L´TUR

Einfach günstiger Bahn fahren

Bild des Fernbahnhof Atocha. Foto: Frank Straeter

Internationale Verbindungen: Mehr Anschlüsse, schnellere Züge

Nach dem Ausbau der internationalen Verbindungen im letzten Jahr verdichtet die Deutsche Bahn im Fahrplanjahr 2018/19 ihr Angebot: Zürich ist nun stündlich ab Stuttgart ereichbar. Wien und Frankfurt rücken eine knappe halbe Stunde näher zusammen. Mailand ist ab Frankfurt direkt erreichbar, wodurch auch neue Verbindungen nach Basel und Luzern entstehen. Günstigstes Ticket ist in aller Regel der Sparpreis Europa ab 39 Euro.

Frankfurt, 11.01.2018 – Mit dem Wechsel in das Fahrplanjahr 2017 hatte die Deutsche Bahn bereits zahlreiche neue Reisemöglichkeiten in das Ausland eröffnet. Zwischen Amsterdam und Frankfurt verkehren seither acht statt sechs Zugpaare. Brüssel wird ab Frankfurt sechs Mal täglich angefahren. Gemeinsam mit den von Thalys ab Dortmund bzw. Düsseldorf via Köln angebotenen Verbindungen kommt so ein Takt zustande, der mancherorts nicht einmal im Nahverkehr realisiert wird. Außerdem hält der ICE als einziger Hochgeschwindigkeitszug auch am Bahnhof Brüssel-Nord, wo Reisende noch schnelleren Anschluss an die belgischen SNCB-Züge Richtung Antwerpen und Brüssel-Flughafen haben.

Mehr Sparpreis-Ziele in Frankreich

Auch nach Frankreich kommen Bahnreisende seither nicht nur öfter und schneller als je zuvor. Sie kommen mit dem Sparpreis Europa auch viel weiter. Denn neben Paris und Marseille (samt Zwischenstopps) sind nun auch Nimes, Montpellier und Bordeaux mit dem Sparpreis Europa erreichbar.

Zu verdanken sind diese attraktiven Reiseperspektiven vor allem dem neuen Routing von Frankfurt Hbf über Strasbourg nach Paris Gare de l'Est. Denn durch den Zwischenstopp in Strasbourg rücken Umsteigeverbindungen nach Nîmes, Montpellier und Bordeaux in Reichweite, womit nun neben dem Mittelmeer auch der Atlantik ab 39 Euro erreichbar ist. Die Möglichkeiten, die sich daraus für Reisende ergeben, können sich jedenfalls sehen lassen: Wer um 6.58 Uhr in Frankfurt/Main mit dem ICE nach Strasbourg fährt und dort in den TGV nach Marseille umsteigt, ist um 15.02 Uhr am Mittelmeer (oder um 12.56 Uhr in Lyon, um 13.45 in Valence, um 14.24 Uhr in Avignon oder um 14.47 Uhr in Aix en-Provence). Wer länger schläft und später aufsteht, schnappt sich den ICE um 10.05 Uhr und kann noch am Nachmittag in das Disneyland Paris einchecken oder am frühen Abend wahlweise in Bordeaux den Blick auf den Atlantik genießen oder in Montpellier den Süden Frankreichs erleben.

Schweiz und Österreich rücken 2019 noch mal näher

Mit dem Fahrplanwechsel 2018/2019 rücken aber auch die Berge näher. Denn das sowieso schon üppige Angebot in die Schweiz wird durch neue IC-Verbindungen von Stuttgart nach Zürich sowie eine Direktverbindung von Frankfurt nach Mailand erweitert, die über Basel und Luzern verläuft. Abfahrt in Frankfurt ist täglich um 8:01 Uhr, Ankunft in Mailand um 15:31 Uhr.

Österreich und die Hauptstadt Wien werden im neuen Fahrplanjahr nicht öfter, dafür aber schneller angefahren: Zwischen Frankfurt und der Bundeshauptstadt verkürzt sich die Fahrzeit um 25 Minuten –und seit der Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Berlin nach München kommen zumindest die Preussen viel schneller nach Tirol und ins Salzburger Land.

Schneller kommt man nun auch mit dem Eurocity von Hamburg über Berlin nach Prag: Nachdem die Reisezeit schon im letzten Jahr um eine Viertelstunde geschrumpft war, verkürzte sie sich im Juni abermals um zwölf Minuten, so dass die Reise von Hamburg nach Prag jetzt nur noch 4:10 Stunden dauert.